Loslassen

Wenn ein Problem zwei Parteien betrifft und eine Partei entscheidet sich dazu, an einer Lösung nicht mehr mitzuarbeiten - und ich meine jetzt nicht nur bewusstes Agieren, sondern auch unbewusste Handlungen - scheint ein Weitergehen nicht mehr möglich. Der Teil, der eine Lösung möchte, verzweifelt in allen möglichen Ausführungen: Angst, Panik, Wut, Aggression, Trauer, Resignation, zwanghaftes Verhalten, leidvolle Versuche und viele mehr. Der andere Part, sofern er das beobachten kann oder will, kann oder will nicht auf diese Lösungsversuche eingehen. Was ist zu tun? Ein guter Rat ist jetzt teuer. Lassen Sie mich bitte kurz vom Thema abschweifen. Ich bin überzeugt, dass Menschen zwecks Erfüllung ihrer individuell ausgewählten Lernaufgaben auf diese Welt kommen. Dazu benötigen sie die Lebensaufgaben und von Zeit zu Zeit auch Lernpartner. Und manchmal steigen Lernpartner aus diesem Arrangement wieder aus. Vielleicht, weil sie erst andere Aufgaben lösen müssen und diese eine, um die es geht, (noch) nicht lösen können. Vielleicht weil ihr freier Wille sich entscheidet, für jetzt oder dieses Leben eine Aufgabe zu überspringen. Was wir aber wissen müssen, ist, dass kein Mensch zur Erfüllung seiner Lebensaufgaben zu einer bestimmten Zeit (!) gezwungen werden kann. Das funktioniert nicht. Und genau daran beißen wir uns die Zähne aus. Und jetzt kann man leichter verstehen, dass es nicht möglich ist, sinnvoll eine Lösung erzwingen zu wollen. Daraus entsteht für keine Seite eine bewältigte Lebensaufgabe.  Das heißt jedoch im Umkehrschluss: Wenn Sie merken, Sie haben alle Lösungsmöglichkeiten zusammen mit dem betroffenen Part versucht bzw. der andere gibt Ihnen nonverbal oder tatsächlich zu verstehen, dass er (jetzt) an einer Lösung in Ihrem Sinne nicht interessiert ist, lassen Sie los. Ziehen Sie Ihre Aufmerksamkeit ab, beschäftigen Sie sich mit anderen Aufgaben. Es ist mir durchaus bewusst, was ich da von Ihnen verlange. Aber denken Sie nach: Wann hat genau diese Handlungsmöglichkeit schon einmal Erfolg gebracht? Fühlt es sich nicht besser an, wenn Sie das Problem in jeder Hinsicht vertagen? Oder möchten Sie partout lieber leiden ohne Aussicht auf Erfolg? Denn das wird auf Sie zukommen, wenn Sie Zwang ausüben werden. Sie werden Stress haben, vielleicht werden Sie auch körperlich krank. Ich bin davon überzeugt, dass Lernen ohne Leiden möglich ist. Manchmal sind es nur Glaubenssätze und Blockaden, die Sie davon abhalten, freudvolle und spannende Lebenslektionen zu lernen. Glaubenssätze können verändert und optimiert werden. Und damit werden Sie wieder frei. Möchten Sie das einmal probieren?

 

® Monika Welsch

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